Freizeitkapitän sehnt sich nach Fahrwasserwechsel

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Ich bin eine begeisterte Wassersportanhängerin. Boote faszinieren mich.

 

Diese Sportart übe ich überwiegend passiv aus. Ich beobachte das ganze Treiben drum herum an Land und auf See oder laß mich auch gern mal mit einem Fahrgastschiff bei einem Kaffee und Kuchen sowie Unterhaltung über den See schippern.

In diesem Jahr habe ich den Entschluß gefasst, aktiv zu werden. Ich will das Ruder selbst in die Hand nehmen und als Freizeitkapitän ein Motorboot lenken.

Motorboot kann man bis 15 PS führerscheinfrei fahren. Ich stelle mir das ganze an einem angenehmen Sommertag mit glattem See und ideal ohne andere Bootsfahrer vor. Bildlich gesehen, bin ich allein auf dem See unterwegs.

Das wäre zu schön, langsam dahin gleiten, Sonne tanken und Seevögel/Uferzonen beobachten. Hier und da mal an einem lauschigen Plätzchen den Anker werfen. Schwimmen ist natürlich auch geplant. Das ist Erholung pur.

 

Ein Blick auf die Elbe holt mich in die Realität zurück. Es ist Niedrigwasser und der Fluß hat trotzdem eine starke Strömung. An der Brücke hängen mehrere bunte Zeichen, in der Flußmitte schwimmen rote oder grüne Tonnen und an den Ufern sehe ich grüne oder rote Stäbe.

Zum Autofahren kann ich keine Gemeinsamkeiten erkennen. Hier scheint alles anders zu sein. Puuuh, in der Ferne liegt ein großes Fahrgastschiff. Ich stelle mir vor, wie ich durch die Brücke fahre und das große Fahrgastschiff auf mich zu steuert. Ojeee, jetzt wird es zum Albtraum.

Ich trage eine Schwimmweste, springe aus Panik in das Wasser.

„Mann über Bord!“ höre ich laut rufen. Ich denke, die meinen nicht mich, schließlich bin ich eine Frau.

 

Glück gehabt, aufgewacht und froh, mich an das Autosteuer setzen zu können. Hier bin ich in sicherem, mir vertrautem Fahrwasser.

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